Ehrlichkeit: Wie du damit Vertrauen in die Beziehung lernst

Wie du mehr Vertrauen in die Beziehung lernst

Natürlich stellt die Eifersucht für zwischenmenschliche Beziehung eine echte Belastungsprobe dar und es ist gut, wenn sie endlich weg ist.

Aber für eine erfüllende, bereichernde und intakte Beziehung ist Vertrauen die entscheidende Voraussetzung.

Dafür ist die Ehrlichkeit ein wesentlicher Bestandteil einer dauerhaften Partnerschaft. 

Denn sie schafft das Vertrauen und eine Beziehung beruht nunmal darauf, dem anderen vertrauen zu können.

Vermutlich ist die Beziehung durch die Eifersucht in der letzten Zeit etwas angekratzt worden.

Es passiert häufig, dass man den Partner unabsichtlich, mit dem eigenen Misstrauen stark zusetzt.

Auf Basis deiner neuen Erfahrungen und Einstellungen, könnt ihr gemeinsam wieder lernen, Vertrauen aufzubauen, so dass du dich traust, dich endlich deinem Partner gegenüber zu öffnen.

Dazu braucht es Mut und Willen, es gemeinsam noch einmal anzugehen.

Mit den folgenden Tipps, gelingt es eine gute Grundlage für eine gemeinsame Zukunft zu schaffen.

Es fällt schwer dem anderen zu vertrauen, wenn man schon einmal enttäuscht wurde. Es ist deshalb wichtig, sich vorab bewusst zu entscheiden, dem anderen zu vertrauen.

Man sollte sich damit auseinandersetzen, dass Vertrauensbruch, zum Beispiel durch Seitensprung, immer mal vorkommen kann.

Wer dies stets einkalkuliert, dem kann so etwas nicht mehr böse überraschen.

Wie du nun weißt ist Ehrlichkeit die Grundvoraussetzung einer funktionierenden Partnerschaft, da das Vertrauen darauf basiert.

Dazu gehört auch, die Wünsche und Bedürfnisse des anderen ernst zu nehmen.

Das funktioniert aber nur, wenn du mit deinen Erfahrungen und Emotionen ehrlich umgehst.

 

5 Tipps für einen ehrlichen Umgang mit deinen Erfahrungen und Emotionen 

1. Rede offen mit deinem Partner 

Rede offen mit deinem Partner, sage ihr oder ihm, dass es dir schwerfällt zu vertrauen und du daran arbeiten möchtest. So lässt du emotionale Nähe zu.

Ihr solltet auch offen und ehrlich über Altlasten sprechen, selbst wenn es nicht so gut ankommt.

Menschen haben aufgrund ihrer Vorgeschichte ein Problem zu vertrauen, aber genau das sollte der Partner wissen.

Nur dann kann der Partner abschätzen, ob er sich gerade wieder auf vermintem Gebiet bewegt.

Das setzt wiederum Vertrauen heraus, was der andere gerade nicht aufbringen kann.

Der Partner sollte alles erfahren was einen belastet oder unsicher macht, weil das die Grundvoraussetzung für eine intakte Beziehung ist.

Es ist wichtig über alte Verletzungen des anderen zu wissen, sonst kannst du damit nicht angemessen umgehen.

Es ist mindestens ebenso auch wichtig, den alten Schmerz aufzugeben.

Nutze eine Beziehung zu einem innerlichen Neustart. Lass den alten Schmerz los.

2. Gebe deinem Partner das Gefühl von Verlässlichkeit

Vertraue ich jemandem voll und ganz, dann ist es logisch, dass ich mich auf denjenigen auch verlasse. Und umgekehrt.

Verlässlichkeit zeigt sich in kleinen und alltäglichen Dingen. Zum Beispiel hat dein Partner versprochen um eine bestimmte Uhrzeit zu Hause zu sein, aber er ist nicht gekommen und du wartest immer noch.

Kommt kein Lebenszeichen, so beginnen deine Gedanken Achterbahn zu fahren. Durch Verlässlichkeit wird Misstrauen im Zaum gehalten, von beiden Partnern.

Kommt etwas dazwischen, dann ist es fair, dem anderen eine kurze Info zu geben, damit derjenige sich keine Sorgen machen muss.

3. Lerne die Familie und Freunde deines Partners kennen

Lerne die Familie und Freunde deines Partners kennen. Auch wenn du vorher weißt, dass dein Partner mit dem Freundeskreis nichts anfangen kann.

Man umgeht mit Absicht ein Treffen, was aber ein Fehler ist. Wenn die Freunde bekannt sind, dann gibt es weniger Verdächtigungen.

Dein Partner weiß dann, von wem der andere redet.

So sind Fantasien schnell erledigt. Mehr Wissen über den anderen bedeutet mehr Vertrauen.

4. Gebe deinem Partner den persönlichen Freiraum

Der persönliche Freiraum ist das A und O einer glücklichen Beziehung. 

Wer sich seinen eigenen Interesse widmen kann, ohne das der Partner klammert, wird nicht nur zufriedener sein, sondern auch mehr Freude an der Beziehung haben.

So erschaffst du dir die Möglichkeit, deinem Partner von Erlebnissen zu berichten. Denn nichts ist trauriger als eine Beziehung, in der der Gesprächsstoff ausgegangen ist und sich beide Partner nur anschweigen.

Außerdem ist es die optimale Voraussetzung, um endlich selbst aktiv zu werden.

5. Respektiere die Privatsphäre des anderen

Die Privatsphäre des anderen zu respektieren ist ein wichtiger Punkt. Vor euch liegt das entsperrte Handy eures Partners und er ist gerade nicht da.

Da ist die Verlockung groß, einen Blick darauf zu werfen, vor allem wenn man einen Partner hat, der eher weniger über sich selbst erzählt und nicht so offen ist.

Die Privatsphäre zu missachten, ist ein Vertrauenskiller. Kommt dann der Partner, so wird er wutentbrannt mit den Dingen konfrontiert. 

Die bessere Option ist es, dass wenn du etwas „Belastendes“ am Telefon des anderen vermutest, du ihn direkt darauf ansprichst.

Wer sich gegenseitig gegenseitig Vertrauen beweisen möchte, kann beispielsweise dem anderen erlauben, dass er sich im eigenen Beisein die Handynachrichten ansieht.

Dies wäre ein guter Kompromiss.

Spürt man jedoch dauerhaft eine zu große Belastung und findet keinen Ausweg mehr, dann kann auch eine Paartherapie sinnvoll sein.

Ehrlichkeit kann also Vertrauen schaffen. Das Vertrauen ist eben wie eine kleine Pflanze, die gehegt und gepflegt werden muss, damit es heranwachsen kann. 

Mit dem Vertrauen wächst auch die Liebe.

Es ist nicht einfach, alte Verhaltensmuster zu durchbrechen. Der tief empfundene Wunsch, Vertrauen zu lernen und gegenseitige Ehrlichkeit sind der Schlüssel zum Erfolg.

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Dann empfehle ich dir das Buch "die Vermessung der Liebe: Vertrauen und Betrug in Paarbeziehungen" von John Gottman.

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